Unfälle in Europa im Jahr 2006

(9 getötete und 75 verletzte FA)

Hinweis: in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden. Daher kann es vorkommen, dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt.


- Brand - Durchzündung - ein verletzter FA

(kd/bl) Ronse (Belgien). In einem Restaurant entwickelte sich während der Löscharbeiten eine Durchzündung. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt. Nähere Angaben liegen derzeit noch nicht vor.

Dunkler Rauch Durchzündung Durchzündung

Quelle: Belgische Presse

Bildquelle: David Stockman, www.hulpdienstenforum.be

- Kellerbrand - ein getöteter und acht verletzte FA

Schwarzer Rauch aus dem Eingang (ps) Asnières-sur-Seine, Paris (Frankreich). Ein 23-jähriger Feuerwehrmann der Feuerwache Colombes der Pariser Berufsfeuerwehr (BSPP), starb am Freitag bei einem Brand im Keller eines Geschäftes in Asnières-sur-Seine. Acht weitere Feuerwehrmänner wurden verletzt, einer davon schwer. Das Feuer, welches gegen 10.45 Uhr im Keller eines 8-stöckigen Gebäudes ausgebrochen ist, war gegen 15.40 Uhr unter Kontrolle. Die Kriminalpolizei wurde mit einer Untersuchung beauftragt. Am späten Nachmittag war die Brandursache noch unbekannt. Der Pressesprecher der BSPP, Lieutenant-Colonel Olivier Deplace verweigerte vor Ort jegliche Spekulation um die Unfallursache. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrleute mit dutzenden von Einsatzfahrzeugen aus 10 Feuerwachen vor Ort. Eine sehr schwere Rauchentwicklung und eine große Hitze erschwerten die Löscharbeiten. Gegen 13.00 Uhr waren 4 Feuerwehrleute im Keller des Gebäudes eingeschlossen. Drei von ihnen konnten schnell gefunden und nach oben gebracht werden. Der Vierte, Brigardier-Chef Grégory Pailot wurde vermisst gemeldet. Er konnte erst gegen 14.30 Uhr aufgefunden werden. Sein Tod wurde gegen 15.00 Uhr festgestellt. Der Verstorbene war 23 Jahre jung und verlobt. Die drei anderen Feuerwehrleute erlitten beim Vorgehen im Keller des Gebäudes eine Rauchvergiftung. Das Gebäude wurde vorsorglich evakuiert. Der schwerstverletzte der drei Feuerwehrleute wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Militärhospital Val-de-Grâce in Paris geflogen. Ein weiterer wurde unter künstlicher Beatmung ins Krankenhaus Bégin de Saint-Mandé gebracht. Zwei leichtverletzte Feuerwehrleute kamen ins Krankenhaus Percy de Clamart. Vier Feuerwehrleute mussten ambulant behandelt werden. Eine weitere Pressemitteilung der BSPP teilte mit, dass das Feuer in einem 500 m2 großen Lagerraum im Untergeschoss des Gebäudes ausbrach, in welchem eine große Anzahl unterschiedlichster Waren dicht aneinandergereiht gelagert waren.

Quelle: www.lesapeurpompier.fr
Bildquelle: http://www.asnierois.org/fw/html/modules.php?name=News&file=article&sid=527

Filmbeitrag von Planéte+ A&E

Filmbeitrag Planéte+ A&E

Text: Die folgende Bilder sind aussergewöhnlich. Zum ersten Mal öffnet die Feuerwehr Paris sein Archiv.

Off-Stimme: An diesem Freitag in Asnières. Ein Feuer ist im Untergeschoss eines grossen Geschäftes ausgebrochen. Eine erste Mannschaft ist zur Erkundung hinabgestiegen. Ein Feuerwehrangehöriger ist nicht wieder aufgestiegen.

Stimmen (Anweisungen des Offiziers): Seid vorsichtig, wenn ihr unten ankommt. Es brennt. Versucht an der Seite vorbeizukommen, ohne... Passt auf das Leinenführungssystem auf! Es ist ein Kerl dort, er ist wahrscheinlich auf dieser Seite. Wir finden ihn. Ich schicke eine zweite Mannschaft um die vermutliche Person zu finden. Los Leute, wir müssen ihn finden! Los geht’s! Einer hilft hier um die Leine zu lösen bevor es ein komplettes Durcheinander wird. Haltet euch an der Leine fest. Bückt euch und rein geht’s.

Off-Stimme: Im Untergeschoss haben die Feuerwehrleute die grössten Schwierigkeiten um zwischen den Regalen vorwärts zu kommen. Während mehrere von ihnen sich im Leinenführungssystem verheddern und zeitweise die Orientierung verlieren, neigen sich Grégory’s Atemluftreserven dem Ende zu.

Stimmen: Wurde er nach oben gebracht? Grégory!

Interview: Ich habe meine Gruppe zur Ordnung gerufen, damit niemand mehr hinunter steigt. Es ist wichtig, dass jeder sich wieder fasst, damit wir sicher sind, wer eingebunden ist, wer zu retten ist, damit wir mit dem Einsatzleiter die Lage erörtern können. Ich hatte meine Mühe meine Leute, welche eher Haudegen sind und reinstürmen wollten, zurückzuhalten. Ich war verpflichtet sie zur Ordnung zu rufen, damit wir nicht in eine Katastrophe stürzen.

Off-Stimme: Jeder weiss jetzt, dass Grégory nicht überleben konnte.

Interview: Ab einem gewissen Zeitpunkt nimmt die Intensität des Feuers ab und wir können wieder zur Suche hinabsteigen und wir finden den leblosen Körper von Grégory. Und dann haben wir ihn wieder nach oben gebracht. Auch wenn wir glücklicherweise andere Feuerwehrangehörige retten konnten ...sonst wäre es eine Katastrophe gewesen ... haben wir einen unsere Jungs zurück gelassen ...

- Wohnungsbrand - Kreislaufstillstand - ein FA reanimiert

Einsatzkräfte vor Gebäude Auf dem Weg zum RTW Einladen in den RTW (bl) Salzburg (Österreich). Am Abend des 6. Januar 2006 wurde die BF Salzburg gemeinsam mit der FF Salzburg-Itzling und dem Rettungsdienst zu einem Wohnungsbrand im obersten Geschoss eines mehrgeschossigen Wohnhauses gerufen. Ersten, allerdings derzeit noch unbestätigten Meldungen war auch von einer Explosion die Rede. Mehrere zum Teil schwer verletzte Personen, darunter auch Kinder, konnten aus der betroffenen Wohnung gerettet werden und wurden dem Rettungsdienst übergeben. Im Zuge des Atemschutzeinsatzes brach einer der Feuerwehrmänner zusammen und wurde von seinen Kameraden gerettet und reanimiert. Die längere Erstversorgung durch den Notarzt erfolgte noch im Treppenhaus des Brandobjektes. Nach erfolgten Transport zum RTW/NAW erfolgte die Stabilisierung des Feuerwehrmannes direkt vor Ort, anschließend wurde der verunglückte Kamerad in die 1. interne Abteilung des LKH Salzburg verbracht. Beim Transport des schwerverletzten Feuerwehrmannes half spontan der diensthabende Offizier des SPK Salzburgs mit. Ersten Angaben dürfte es sich dabei um einen internen Notfall handeln und nicht um eine äußere Fremdeinwirkung auf den Feuerwehrmann, so in einer ersten Stellungnahme von BD Eduard Schmöll. Mit tiefer Betroffenheit und Sorge um ihren Kollegen führten die Feuerwehrmänner unter Einsatzleitung von Rainer Holzner den Einsatz zu Ende.

Quelle: http://www.fireworld.at, Martin Schalk (Fotos)

- Brand - Treppensturz - ein verletzter FA

Frontansicht der Einsatzstelle Seitenansicht der Einsatzstelle (kd/bl) Antwerpen (Belgien). Von den ersten Kräften der Feuerwehr wurde eine starke Rauchentwicklung aus einem leerstehenden Haus festgestellt. Beim Vorgehen über eine freistehende Treppe (ohne Handlauf) stürzte ein Kollege. Er zog sich glücklicherweise nur Prellungen zu und konnte das Krankenhaus nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Quelle: www.hulpdienstenforum.be
Bildquelle: Bram Boelens

- Gebäudebrand - Einsturz - zwei verletzte FA

(ps) Lille (Frankreich) - Bei den Löscharbeiten eines vermutlich durch Brandstiftung verursachten Brandes in einem leerstehendem Altersheim in Auberchicourt (Nord) erlitten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zwei Feuerwehrleute Brandverletzungen. Die zwei Männer (28 und 20 Jahre alt), ein freiwilliger und ein Berufsfeuerwehrmann, erlitten Verletzungen an den Beinen, als sie von Trümmern der einstürzenden Decke des Gebäudes getroffen wurden. Sie wurden in die Abteilung für Schwerstverbrannte des Krankenhauses in Lille gebracht. Einer der beiden sei jedoch schwerer verletzt als sein Kollege, heißt es aus Feuerwehrkreisen. Bei dem Feuer, welches in einer der oberen Etagen des leerstehenden Hauses ausbrach, handelt es sich laut Polizei vermutlich um Brandstiftung.

Quelle: www.lesapeurpompier.fr

- Gebäudebrand - ein verletzter FA

(bl) Düren (NRW). Auf einem Campingplatz ist eine Gaststätte niedergebrannt. Das Feuer war aus bisher ungeklärter Ursache in dem Holzgebäude ausgebrochen und hatte sich schnell ausgeweitet, so dass das Lokal beim Eintreffen der Feuerwehr bereits im Vollbrand stand. Ein Feuerwehrmann wurde durch Trümmerteile leicht verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Quelle: nonstopnews.de

- Gebäudebrand - Lungenautomat verloren - ein verletzter FA

Außenansicht Gebäude schneebedeckter Verteiler Verrauchter Treppenraum

(bl) Traunstein (BY). Die Feuerwehr Traunstein wurde mit Alarmstufe 2 zu einem größeren Wohnhaus-/Werkstattbrand alarmiert, wobei sich bei der Alarmierung noch eine Person im Gebäude befand. Diese wurde dann sofort bei Eintreffen der ersten Mannschaft mit Hilfe der DLK aus dem 5. Stock von einem Balkon gerettet. Der Einsatzleiter erhöhte sofort bei Eintreffen auf Stufe 3, da sich im unteren Teil des Gebäudes eine Schreinerei befand und das ganze Haus sehr alt war. Der Brandherd befand sich im 5.OG/Dachgeschoss. Das Dach war aus Blech und mit ungefähr 80 bis 100 cm Schnee bedeckt, was einen gewaltigen Hitzestau verursachte. Schnell breitete sich der Brand auf das 4.OG aus, da nur Fellböden vorhanden waren und diese sofort durchbrannten. Die eisigen Temperaturen, Brandruine zwischen -10 und -15°C erschwerten die Löscharbeiten extrem. Bei Löscharbeiten unter schwerem Atemschutz mit der Bayern2000-Kleidung erlitt ein Atemschutzgeräteträger eine leichte Rauchvergiftung. Am Boden liegend mit einem Strahlrohr in der Hand, war die Aufgabe des besagten Trupps, der gerade einen anderen Trupp abgelöst hatte, sich zum Brandherd vorzukämpfen. Als der Trupp sich nur ein wenig nach vorne gearbeitet hatte, löste sich der Atemanschluss eines Atemschutzgeräteträgers von der Maske (Überdruckgerät mit Schraubgewinde). Dieser merkte es aber erst als er den nächsten tiefen Atemzug machen wollte. Mit der Hand vor der Maske flüchtete der Trupp sofort in den rauchfreien Treppenraum, der als Fluchtweg vorgesehen war. Der Trupp meldete sich beim Einsatzleiter ab und der einzelne Mann begab sich zu den Sanitätern und dem Notarzt die zur Sicherheit abgestellt waren. Da der Puls sehr hoch und die Sauerstoffsättigung sehr niedrig waren, musste der Mann für 24 Stunden im Klinikum Traunstein beobachtet werden.

Konsequenzen

Der Vorfall wurde bei der Atemschutzaussprache, 10 Tage später, mit allen Atemschutzgeräteträgern besprochen. Die einzelnen Trupps werden angehalten sich noch genauer gegenseitig zu kontrollieren. Bei der zentralen Atemschutzsammelstelle bei Großbränden am GW Atemschutz Traunstein, wird in Zukunft noch genauer darauf geachtet, wie sich die Trupps ausrüsten.

Quelle: http://www.feuerwehr-traunstein.de

Hinweis: In der Rubrik Probleme mit der Ausrüstung finden Sie weitere ähnliche Vorfälle und entsprechende Verhaltenstipps.

- Gefahrguteinsatz - Explosion - sechs verletzte FA

(kd/bl) Montauban (Frankreich). In einem Krankenhauslabor wurde eine Chemikalie verschüttet. Während des Gefahrguteinsatzes kam es zu einer Explosion. Die verletzten Feuerwehrmänner erlitten Hörprobleme und leichte Verbrennungen. Alle verletzten Kollegen konnten das Krankenhaus noch in der Nacht verlassen.

Quelle: www.lesapeurpompier.fr

- Auslösung BMA - Feuer - Absturz - ein verletzter FA

Außenfenster und Kellerschacht (bl) Staufen (BW). Bei einem Heizungsbrand (Feuermeldung über BMA) im EG einer Klinik in Staufen im Breisgau wurde als Erstangriffsweg das Außenfenster gewählt. Als der erste FA durch das Fenster einstieg und mit dem Fuß nach dem Boden tastete, verlor er das Gleichgewicht und rutschte von der Fensterbrüstung. Hinter dem Fenster befand sich jedoch ein ca. 3 m tiefer Kellerschacht, in den er stürzte. Wie durch ein Wunder zog er sich nur Prellungen zu. Bis zum Eintreffen des Sicherheitstrupp, der zunächst eine Stahltür aufbrechen musste, stieg der Abgestürzte eigenständig aus dem Schacht und löschte vor dem Rückzug noch den Brand. Anschließend wurde er vorsorglich zur Untersuchung in eine Klinik gebracht. Dort konnten keine weiteren Verletzungen festgestellt werden. Bei Einsatzende war er bereits zurück bei seinen Kameraden.

Weitere Bilder: www.feuerwehr-staufen.de

Quelle: Rainer Brinkmann, Pressesprecher FF Staufen

- Küchenbrand - drei verletzte FA

(kd/bl) Lüttich (Belgien). In einer Snackbar brach ein Küchenbrand aus. Während der Brandbekämpfung verletzten sich drei Feuerwehrmänner. Zwei Zivilisten erlitten Rauchvergiftungen.

Quelle: het laatste nieuws

- Wohnungsbrand - Absturz - ein verletzter FA

(bl) Effeln (NRW). Mit einem großen Schrecken und leichten Verletzungen davon kam ein 27-jähriger Feuerwehrmann, der mit seinen Kameraden bei den Löscharbeiten eines Wohnungsbrandes im Einsatz war. Das Haus selber ist nach dem Brand unbewohnbar. Gegen 12.30 Uhr bemerkten Nachbarn starke Rauchentwicklung in dem älteren Einfamilienhaus, das derzeit umfassend renoviert wird. Die Löschgruppen der Feuerwehr Anröchte, Altengeseke, Berge und Mellrich rückten mit rund 50 Kameraden an, um den Brand zu löschen. Beim Eintreffen war das komplette Wohnhaus stark verqualmt, so dass die Feuerwehrleute zunächst mit Atemschutzgerät in das Gebäude eindrangen, so Gemeindebrandinspektor Thomas Wieneke vor Ort. Mit einer Wärmebildkamera konnten sie brennendes Material im Wohnzimmer sichten. Als der Atemschutztrupp nach dem Ablöschen das Fenster öffnen wollte, brach plötzlich der Fußboden unter dem 27-jährigen Feuerwehrmann ein. Er stürzte etwa zwei Meter tief in den Keller, konnte aber sofort von seinen Kameraden gerettet werden. Seine Verletzungen wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. Der eigentliche Brandort, so ergaben die Ermittlungen, befand sich in der Kellerholzdecke zum Erdgeschoss hin. Der 27-Jährige war auf einen Teil dieser Decke geraten, der offenbar bereits durchgebrannt bzw. stark in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Quelle: Der Patriot - Lippstädter Tageszeitung

- Dachstuhlbrand - Absturz - ein verletzter FA

(cl) Esch-sur-Alzette (Luxemburg). Zimmerbrand in einem Einfamilienhaus. Der Brand in dem Altbau betraf zunächst nur ein Zimmer im ersten Obergeschoss, griff dann aber auf die Dachkonstruktion über. Bei der Brandbekämpfung in dem Dachgeschoss fiel ein Feuerwehrmann durch die durchgebrannte Decke auf das darunterliegende Stockwerk und verletzte sich an der Schulter.

Quellen:
Tageblatt vom 14. Februar 2006
persönliche Mitteilung des Kommandanten

- Gebäudebrand - Einsturz - zwei verletzte FA

Flammen aus dem Dach (kd/bl) Westmeerbeek (Belgien). Bei Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits durch das Dach. Zwei Feuerwehrmänner wurden bei den Löscharbeiten verletzt als der Schornstein einstürzte.

Quelle: www.hulpdienstenforum.be

- Dachstuhlbrand - Fall 1: Ventil geschlossen - Fall 2: Verbrühung - zwei verletzte FA

(bl) Bad Harzburg (NS). Bei einem ausgedehnten Brand einer Dachgeschoßwohnung, wurde durch den 1. Angriffstrupp die Wohnung nach einer Person durchsucht, da durch andere Bewohner angegeben wurde, dass sich noch eine Person in den Räumlichkeiten aufhalten sollte. Zeitgleich ging ein 2. Trupp unter PA und Wärmebildkamera (WBK) zur Suche vor. Während der Sucharbeiten verhakte sich ein Truppmitglied des 1. Angriffstrupp an einen Bettgestell. Durch diese Bewegungen schloss sich selbstständig das Ventil der Atemluftflasche, da es vorher nicht vollständig geöffnet wurde. Der Trupp verließ daraufhin sofort die Räumlichkeiten in Richtung Ausgang. Zeitgleich setzte sich der Sicherheitstrupp, der im Eingangsbereich in Bereitstellung stand in Bewegung und ging dem 1. Angriffstrupp entgegen. An der Eingangstür nahm der zuständige Gruppenführer (auch AGW) den Trupp in Empfang, griff zum Flaschenventil und konnte dieses normal öffnen. Dem Truppmitglied war dieses in der Stresssituation nicht möglich gewesen. Das betroffene Atemschutzgerät wurde trotzdem auf dem ELW sichergestellt.

Kurze Zeit später kam es zum zweiten Zwischenfall. Der 2. Angriffstrupp, der mit WBK die Wohnung absuchte, kam durch die schnelle und starke Aufheizung der Brandräume, infolge des Löschwasserdampfes in eine Notsituation. Durch Verrutschen der Flammschutzhaube erlitt ein Truppmitglied leichte Verbrühungen im Nackenbereich. Beide Kameraden wurden notärztlich untersucht und versorgt. Nach einer längeren Ruhepause konnten sie den Einsatz fortsetzen.

Konsequenzen

Nach dem Einsatz wurden alle Bauteile des Atemschutzgerätes noch einmal durch den AGW (voll ausgebildet, herstellerzertifiziert und auch beruflich als Atemschutzgerätewart tätig) überprüft und kontrolliert, ohne dass Mängel festgestellt werden konnten. Lediglich am Flaschenventil wo die Schutzkappe beim Einsatz verloren gegangen war, konnte eine Abriebstelle festgestellt werden. Diese wurde vermutlich durch das Festhängen verursacht. Es wurde nochmals darauf hingewiesen, dass die Flaschenventile komplett zu öffnen sind. Auf diese Handhabung wird zukünftig auch bei der Ausbildung verstärkt geachtet. Ebenso auf komplett richtig sitzende Schutzkleidung: Kragen hoch, korrekter Sitz der Haube, nutzen des vorhandenen Hollandtuches.

Quelle:
Fachbereichsleiter Atemschutz/Gefahrgut, Thomas Keck, Herzog-Julius-Str. 51, Bad Harzburg, thomas.keck@feuerwehr-badharzburg.net
Ortsbrandmeister Freiwillige Feuerwehr Bad Harzburg, Uwe Fricke, Amtswiese 17, Bad Harzburg, uwe.fricke@feuerwehr-badharzburg.net

- Dachstuhlbrand - Einsturz einer Deckenverkleidung - Verbrennungen - ein verletzter FA

(ih) Berlin. In einem 4-geschossigen Hinterhaus brannte der Dachstuhl auf einer Fläche von ca. 250m². Neun Personen wurden in Sicherheit gebracht. Ein Feuerwehrmann zog sich beim Einsturz einer Deckenverkleidung Verbrennungen im Halsbereich zu und wurde in ein Krankenhaus transportiert. Beim Einsturz der Deckenverkleidung gerieten einige Glutstücke in den Nackenbereich des Feuerwehrmannes, wodurch die Verbrennungen verursacht wurden.

Quelle: Berliner Feuerwehr

- Gebäudebrand - ein verletzter FA

(dk) Blackpool, Bezirk Lancashire (GB). Ein Angehöriger der BF Lancashire ist bei der Brandbekämpfung verletzt worden. Eine Person wurde aus dem brennenden Gebäude gerettet. Beim Eintreffen der Feuerwehr, welche mit 15 FA im Einsatz war, hatte sich der Brand bereits über das erste und zweite OG ausgebreitet. Nach Angaben einer Sprecherin des Rettungsdienstes Lancashire erlitt der FA mittelschwere Rückenverletzungen. Der gerettete Bewohner wurde mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Quelle: http://www.firefightingnews.com

- Werkstattbrand - Explosion von Gasflasche - vier verletzte FA

(bl) Taufkirchen (BY). Feuer in einer KFZ-Werkstatt in Taufkirchen bei München. Eine gewaltige Rauchsäule ist sichtbar. Noch während die Kräfte ausrücken, erhöht die Leitstelle die Alarmstufe auf „Brand 3“. Die Werkstatt ist geschlossen, Feuerwehrleute öffnen ein Hallentor mit einem Motortrennschleifer. Durch die Öffnung krabbelt ein Angriffstrupp mit einem C-Rohr ins Innere. Die Flammenbildung ist ungewöhnlich heftig. Der Trupp will gerade den Rückzug antreten, als es zu einer Explosion kommt. Die Druckwelle ist so stark, dass die Fenster auf der Vorder- und Rückseite des Gebäudes zerstört werden. Das Rolltor wird deformiert, drei Feuerwehrleute außerhalb des Gebäudes zu Boden geschleudert. Der Angriffstrupp kann erst ins Freie gerettet werden, als Kräfte von außen das verformte Tor anheben. Von den fünf Betroffenen erleiden vier leichte Verletzungen: Prellungen, Gehirnerschütterungen und Schocks. Der Brand wird mit drei Wenderohren, einem B- und drei C-Rohren gelöscht. In der Halle hatte zunächst ein Wohnmobil gebrannt, die Flammen griffen auf Einrichtungsgegenstände über, außerdem auf zwei 11-Kilogramm-Propangasflaschen. Eine der Flaschen blies ihren Inhalt ab, die zweite explodierte.

Quelle: Feuerwehr-Magazin, Ausgabe Juli 2006

- Kellerbrand - Durchzündung - sechs verletzte FA

(ih) Dunkle Rauchentwicklung aus der GarageWolfenbüttel (NS). Am 01.04.06 gegen 18.50 Uhr wurde die FF Wolfenbüttel zu einem Einsatz alarmiert, der eine erhebliche Dramatik entwickelte und bei einer Verletzung von 6 Kameraden eine selbstkritische Betrachtung verdient.

Lage

Offensichtlich durch einen technischen Defekt an der Schaltanlage einer Kellersauna, brach in einem Einfamilienhaus ein Brand aus. Dieser griff sehr schnell um sich und führte zu einer starken Verqualmung der Kellerräume und der darüber liegenden Erdgeschosswohnung. Dem Eigentümer, einem älteren Herrn, gelang es noch sein Pkw vor Eintreffen der Feuerwehr aus der Tiefgarage zu fahren. Weitere eigenständige "Bergungsversuche" mussten ihm sehr massiv untersagt werden. In der ersten Phase drang aus der Tiefgarage, die durch einen Gang mit der Sauna verbunden ist, dichter brauner/grauer Rauch. Die Schwerpunktfeuerwehr Wolfenbüttel setzt für derartige Einsätze einen Löschzug (ELW, TLF, DLK und LF) ein. Der erste PA-Trupp wurde mit einer C-Leitung durch die Garage zur Brandbekämpfung vorgeschickt. Nach kurzer Erkundung klagte der Trupp, dass ein Vordringen wegen starker Hitze und Sicht gleich Null, nur schwerlich möglich sein. Der Ratschlag des Einsatzleiters: "...auf dem Boden kriechen und erkunden". Ein zweiter PA-Trupp wurde zur Verstärkung/Sicherung hinterhergeschickt. Dieser meldete stark prasselndes Feuergeräusch und enorme Hitze. Ein dritter PA-Trupp erkundete die Wohnung. Es bestand die Gefahr einer Brandausbreitung über die Kellertreppe in die Küche. Deutliche Hitzespuren waren an der Kellertür erkennbar. Eine C-Leitung wurde vorgenommen. Der Plan eines zweiten Angriffsweges durch die Küche in den Keller, musste nach kurzem Öffnen der Kellertür wegen starker Hitze aufgegeben werden. Es wurde erwogen, einen Leichtschaumeinsatz durch eine Kellerfensterluke der Sauna vorzunehmen. Die Erkundung ergab, dass sich die Luke nicht weit genug öffnen ließ. Nach dieser Rückmeldung erfolgte ein explosionsartiger dumpfer Schlag. Unmittelbar danach folgten Hilfe- und Notrufschreie über Funk. Für alle Trupps wurde das sofortige Verlassen des Gebäudes befohlen. Hellere Rauchentwicklung aus der GarageEin PA-Rettungstrupp übernahm die teils benommen und geschockten Trupps. Die Erstversorgung übernahm der Rettungsdienst. Insgesamt wurden 6 PA-Gerätträger durch Hitzeeinwirkung 1. Grades verletzt und im Krankenhaus ambulant behandelt. Nach dem ersten Knall, setzte eine Folge von weiteren leichteren Explosionen - vergleichbar mit Feuerwerk oder MG-Feuer- ein. Nach diesem bis dato "normalen Einsatz" erfolgte die sofortige Bildung einer Einsatzstruktur mit Abschnittsleitungen (2x Brandbekämpfung, 1x Rettungsdienst, 1x Atemschutz) sowie die Erhöhung der Alarmstufen. Befragungen an den Eigentümer nach der möglichen Ursache blieben erfolglos. Zunächst wurde vermutet, dass Spraygasflaschen gezündet haben. Folgende kleinere Explosionen mit blauer Lichtbogenbildung sind auf die Zerstörung einer 400 V Schaltanlage zurückzuführen. Bis zur bestätigten Stromabschaltung durch die Stadtwerke wurden die Löscharbeiten im Innenangriff eingestellt. Da die Hauptsicherung im Gebäude nicht erreicht werden konnte, wurde das gesamte Wohnviertel stromlos geschaltet. Danach wurde der Brand durch einen massiven Wassereinsatz gelöscht. Der Saunabereich ist total ausgebrannt, mehrere Kellerbereiche sind zerstört. Der Wohnbereich ist durch Hitze und starker Raucheinwirkung erheblich beschädigt und vorübergehend nicht mehr bewohnbar.

Was war geschehen?

Pulsierender Rauch aus der GarageNachfolgende Ausführungen begründen sich aus den eigenen Beobachtungen, den Aussagen der betroffenen Trupps und der Bildervorlagen.

  1. Eine intensive pulsierende Raucherscheinung (Lokomotiveffekt) war im Außenbereich, vor dem Garagentor, nicht erkennbar.
  2. Der Angriffstrupp wandte im Keller die Hohlstrahlrohrtechnik an. Obwohl er versuchte, die Decke abzuspritzen nahm er Feuerschein im hinteren Deckenbereich wahr. Offensichtlich waren dies Flammenzungen der berüchtigten "dancing angels", kurz vor der Rauchdurchzündung.
  3. Angrenzende Kellergänge und der Treppenaufgang zur Wohnung waren fast brandlastfrei. Dennoch kam es hier zu massiven Putzabsprengungen, die auf Temperaturen von 800-1000 Grad schließen lassen. Offensichtliche Folge der Durchzündung.
  4. Beschädigte Helmklappvisiere, Atemschutzflaschen und der Zustand der Schutzausrüstung lassen erkennen, dass sie einer erheblichen Hitzeeinwirkung ausgesetzt waren, die relativ kurzfristig gewesen sein musste.

Brandspuren an der GarageUnsere Kameraden haben einen Flash-over erlebt und überlebt, ohne die Durchzündung bewusst wahrgenommen zu haben. Selbstkritisch betrachte ich es als glücklichen Umstand, dass unsere Kameraden keine schwereren Verletzungen, als Verbrennungen und Verbrühungen ersten Grades davontrugen.

  1. Der Merkmale eines drohenden Flash-overs haben oder konnten wir nicht wahrnehmen. Kein pulsierender Rauchaustritt (Lokomotiveffekt) ins Freie - vermutlich aber in der Garage!
  2. Die für den Flash-over benötigte Sauerstoffzufuhr entstand vermutlich beim kurzzeitigen Öffnen der Kellertür oder beim Versuch der Kellerlukenöffnung im Brandraum.
  3. Eine teils über der Norm getragene Schutzausrüstung hat die Verletzungen gemindert. Die Verbrühungen und Verbrennungen entstanden im maskenfreien Gesichtsbereich und an den Ohren. Ein Kamerad, ausgerüstet mit einer eigenen Kopfhaube, die bis auf auf den oberen Brustbereich reichte, erlitt Verbrennungen im Schulterbereich, an den Ohren und an der Wange. Diese wären mit Sicherheit wesentlich schwerer gewesen, wenn er ...
  4. Nicht umsonst verbietet die FUK Ohrenschmuck. In die Körperoberfläche eingebrachte Metalle sind gefährliche Temperaturleiter. Bei einer Freiw. Feuerwehr ist es schwer, diese schützende Bestimmung der UVV umzusetzen. Mag es dahingestellt bleiben, ob es an der Vergesslichkeit der Schmuckträger oder an der mangelnden Aufsicht der Einsatzleiter liegt. Derartiger Schmuck ist aus Sicht des Verfassers im Einsatzfall gefährlich und deshalb verboten! Es liegt an uns, diese Gefahrenquelle zu vermeiden.
  5. In dieser Situation hat die hochwertige Feuerwehrschutzausrüstung erheblichen Schaden vermieden. Dennoch bewerte ich nach diesem Einsatz die aktuelle Schutzausrüstung nach Norm kritischer. Das antiquarische Nackenleder in Verbindung mit einem Helm ohne Gesichtsschutz entspricht nicht mehr dem aktuellen Sicherheitsstandart. Kostengünstig sind qualitätsmäßig gute Gesichtschutzhauben oder Hollandtücher zu erhalten.
  6. Mein anfängliches Verständnis für die Vorbehalte der Notwendigkeit von Einsatzüberhosen in Verbindung mit der Überjacke (Kostendruck!) revidiere ich. Gute Überhosen sollten ähnlich wie die Überjacke ein Standard für PA-Gerätträger werden.
  7. Unabhängig von diesem Vorfall stellt sich die Frage, ob unsere altgediente Handlampe noch zeitgemäß ist? Diese wäre leicht und auch kostengünstiger durch kleine wesentlich effektivere Leuchten zu ersetzen.

Resümee

Dieser in der Anfangsphase nicht sonderlich schwere Einsatz schlug plötzlich in eine Dramatik um, als die in der Verantwortung des Einsatzleiters eingesetzten Kräfte plötzlich einer akuten Gefahr ausgesetzt waren. Die Gefühle, vielleicht auch Ängste, die wir alle hatten, wünsche ich keinem meiner Kameraden. Das Risiko ist und wird für unsere Einsatzkräfte auf jeden Fall größer. Unfälle, insbesondere Flashoverunfälle, können im alltäglichen Feuerwehralltag bei den unterschiedlichsten Bränden in Gebäuden auftreten. Im vorliegenden Fall war es in einer Sauna. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Feuersprung oder Flash-over heute fast in jedem Gebäude bzw. jedem Raum lauern kann! Nur eine intensive Ausbildung und eine sichere Feuerwehrschutzausrüstung, wird uns Schutz bieten können.

Quelle: Uwe Frobart
Bildquelle: J. Koglin

- Gebäudebrand - vier verletzte FA

(bl) Oberfischbach (NRW). Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand der Dachstuhl in Vollbrand. Nahezu alle Löschgruppen der Feuerwehr Freudenberg kamen zum Einsatz, insgesamt rund 140 Kräfte. Die sieben Bewohner hatten sich noch Eintreffen der Feuerwehr retten können. Während der Löscharbeiten erlitten vier Feuerwehrleute Verletzungen. Zwei von ihnen wurden durch eine Durchzündung beim Innenangriff überrascht und durch das Treppenhaus geschleudert. Die anderen erlitten während der Löscharbeiten Verletzungen an Armen und Beinen.

Quelle: Feuerwehrmagazin

- Feuer in Textilfabrik - ein getöteter FA

(reb) Ibbenbüren (NRW). Beim Brand eines Produktionsbetriebes für Textilien ist am späten Abend ein Feuerwehrmann im Innenangriff ums Leben gekommen. Genauere Informationen finden sich im Einsatzbericht der Feuerwehr Ibbenbüren.

Nach dem Unfall wurde eine Untersuchungskommission eingesetzt, der Abschlussbericht kann ebenfalls über die Webseite der Feuerwehr Ibbenbüren heruntergeladen werden.

- Brand in Tiefgarage - 1 verletzter FA

(ps) Bettemburg (LU). Über Notruf ging die Meldung ein, dass in Bettemburg, rue de Peppange in der Tiefgarage eines Appartementshauses ein Schadenfeuer ausgebrochen sei. Die Feuerwehren aus Bettemburg, Dudelange, und Esch/Alzette nahmen den Brand in Angriff. 3 Personen erlitten leichte Rauchvergiftungen, eine Frau erlitt einen Asthmaanfall und ein Feuerwehrmann verletzte sich bei einem Sturz im Treppenhaus. Vor Ort waren 3 Ambulanzen aus Bettemburg und Düdelingen und der Samu (Notarzt) Esch/Alzette. Der Brand entstand in einer Ecke der Tiefgarage wo Gerümpel gelagert wurde. Die genaue Brandursache ist noch nicht bekannt. Ersten Erkenntnissen nach entstand an den in der Garage untergestellten Fahrzeugen kein Schaden.

Quelle: Police grand-ducale, Bulletin de presse du 26.06.2006

- Kellerbrand - ein getöteter und 7 verletzte FA

(bl) Göttingen (Niedersachsen). Zunächst sah alles nach einem völlig harmlosen Kellerbrand aus, doch der Einsatz der Göttinger Feuerwehr endete in einer Tragödie. Gegen 20.30 Uhr meldeten Anwohner Rauchentwicklung aus dem Keller des "Ökonomikum", einem Vorlesungs- und Verwaltungsgebäude auf dem Campus der Uni Göttingen. Die Feuerwehr rückte mit 50 Mann Besatzung aus und schickte zur Erkundung der Lage einen Trupp unter Atemschutz in das Untergeschoss des Gebäudes. Doch der Einsatz nahm eine dramatische Wendung. Aus noch unbekannter Ursache kam der Löschtrupp in Schwierigkeiten. Die Retter mussten selbst gerettet werden. Zwei Feuerwehrkräfte brachen beim Verlassen des Kellers zusammen, mussten versorgt werden. Ein dritter blieb vermisst. Der Feuerwehrmann konnte kurz danach leblos geborgen werden. Sofort bemühten sich die Kameraden um das Leben ihres Kollegen. Doch auch die Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Der Notarzt musste den Feuerwehrmann schließlich für Tod erklären. Um den Brand zu löschen, musste die Feuerwehr das Untergeschoss mit Löschschaum fluten. Die Ursache für den dichten Qualm, der auch in die darüber liegenden Geschosse zog und große Schäden anrichtete, ist noch völlig unklar. Die Feuerwehrkräfte werden nun von Seelsorgern betreut, um den Verlust des Kameraden verarbeiten zu können. Warum es im Keller zu dem dramatischen Zwischenfall mit den tragischen Folgen kam, muss nun noch ermittelt werden.

Quelle: nonstopnews

Hinweis: Auf der Seite des Kreisfeuerwehrverbandes Göttingen findet man ebenfalls Informationen und ein Kondolenzbuch.

Das gesamte Atemschutzunfaelle.de-Team ist sehr betroffen und trauert mit den betroffenen Feuerwehrleuten und Familien. Den verletzten Feuerwehrmännern wünschen wir gute Besserung und die Verarbeitung der Ereignisse.

Abschlussbericht der Unfallkommission

(bl) Göttingen/Hannover (Niedersachsen). Zwischen der Stadt Göttingen und dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport (MI) wurde vereinbart, den Einsatz der Feuerwehr Göttingen - Oeconomicum durch eine Unfallkommission unter Leitung des MI untersuchen zu lassen, da ein Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen tödlich verunglückt war. Der Abschlussbericht ist öffentlich auf der Internetseite der Niedersächsischen Feuerwehrschulen einsehbar.

Reaktionen auf diesen Abschlussbericht haben uns veranlasst eine Stellungnahme zu verfassen:

Wir hoffen auf eine sachliche Diskussion und würden uns um eine weitere Verbesserung der Arbeitssicherheit im Innenangriff sehr freuen.

- Kellerbrand - drei getötete und sieben verletzte FA

(bl) Budapest (Ungarn). Drei junge Feuerwehrleute sind bei der bisher größten Tragödie der ungarischen Feuerwehr ums Leben gekommen. Die Männer waren an Löscharbeiten in der Technischen Universität beteiligt, wo im zweiten Kellergeschoß ein Feuer am Schießplatz ausgebrochen war, erklärte der Sprecher der Budapester Feuerwehr, Peter Molnar. Laut Nachrichtenagentur M T I sollen die drei Feuerwehrleute wegen des dichten Rauchs im Kellerlabyrinth die Orientierung verloren haben. Die Opfer im Alter zwischen 23 und 30 Jahren waren erfahrene Feuerwehrleute, betonte Molnar. Sieben weitere Feuerwehrmänner erlitten Rauchvergiftungen. Zunächst waren zwei Feuerwehrzüge an der Universität eingetroffen, die drei Opfer gingen als Vorhut in den Keller.

Den vollständigen, bebilderten Artikel können Sie hier lesen: http://www.tirol.com/chronik/international/42907/index.do

Quelle: tirol.com - New Media Online GmbH

Zusammenfassung der Ergebnisse aus der Unfallkommission

(dk) Zur Aufarbeitung der Ereignisse, welche zum Tod von drei und zur Verletzung von weiteren 7 Angehörigen der BF Budapest führten, wurde eine Unfallkommission eingesetzt.

Auch hierbei wurden erneut Parallelen zu anderen Unfällen deutlich. Unabhängig vom jeweiligen Feuerwehrsystem und Unterschieden in der Taktik, gibt es beim Vergleich von Unfällen verschiedener Länder viele Gemeinsamkeiten. Wie so oft, führte auch in Budapest eine Verkettung von mehreren Umständen letztendlich zu diesem tragischen Ausgang. Als Konsequenz aus dem Unfall hat die Feuerwehr Budapest die Ausbildung für Atemschutzgeräteträger intensiviert und ergänzende Ausstattung angeschafft.

Durch die freundliche Unterstützung von Major Károly Wagner, Abt. VB der Feuerwehr Budapest ist es uns möglich, an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse zu veröffentlichen.

- Wohnungsbrand - Entrauchungsöffnung geschaffen - ein verletzter FA

(kd/bl) Rotterdam (NL). Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus. Ein Feuerwehrmann verletzte sich an der Hand, als er ein Fenster einschlug um eine Entrauchungsöffnung zu schaffen. Er trug Handschuhe.

Quelle: www.hetbrandweerforum.nl