Unfälle in Europa im Jahr 2024

(4 verletzte FA)

Hinweis: in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden. Daher kann es vorkommen, dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt.


- Wohnungsbrand - Teileinsturz der Treppe - Schnittverletzungen

(bl) München (Bayern). In der späten Sonntagnacht wurde der Feuerwehr München ein Küchenbrand in einem Einfamilienhaus gemeldet. Der disponierte Löschzug meldete beim Eintreffen offene Flammen, die bereits auf das Obergeschoß übergriffen. Weitere Einsatzkräfte wurden sofort nachalarmiert. Da sich die Familie aus dem Haus bereits selbst ins Freie gerettet hatte und bei den Einsatzkräften der Feuerwehr meldete, nahm das anwesende Rettungsdienstpersonal die vier Personen in ihre Obhut. Sofort wurden von der Feuerwehr massive Löschmaßnahmen eingeleitet. Mit zwei C- und einem B-Rohr gingen die Einsatzkräfte im Innenangriff und zur Bekämpfung des Flammenüberschlags vor. Die weiteren Einheiten der Feuerwehr setzten zusätzlich zwei weitere C-Rohre ein. Da der Brand bereits auf das komplette Erdgeschoß und auch einen Großteil des Obergeschosses übergegriffen hatte, teilten sich die Einsatzkräfte auf die beiden Stockwerke und die Brandbekämpfung von außen auf. Nachdem die offenen Flammen gelöscht waren, begann der weitaus langwierigere Teil der Bauteilöffnung. Diese ist aufgrund der Bauweise in Holzständerart nötig. Mittels Rettungssägen wurden so weite Teile der Fassade und weiterer Gebäudeteile geöffnet. Hier schlugen immer wieder neue Flammenherde in der Isolierung des Gebäudes auf. So dauern die Nachsicht und Nachlöscharbeiten um 8.30 Uhr des Montags noch weiter an.

Bei der Brandbekämpfung verletzte sich ein Feuerwehrmann im Innenangriff, da es zu einem Teileinsturz der Treppe kam, auf der er sich gerade befand. Dabei zog er sich mittelschwere Schnittverletzungen im Beinbereich zu. Rettungsdienstpersonal versorgte den Verunfallten Kollegen und brachte ihn zur chirurgischen Versorgung in eine Münchner Klinik.

Zur Brandursache und dem entstandenen Schaden kann derzeit keine Aussage von der Feuerwehr getroffen werden. Als sicher gilt aber, dass das Gebäude unbewohnbar ist.

Quelle: Feuerwehr München

- Gebäudebrand - Treppeneinsturz - zwei verletzte FA

(bl) Kreuztal (NRW). Am Vormittag kam es zu einem ausgedehnten Brand in einem Wohnhaus. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen bereits Flammen aus dem Dach, die Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen und wurden von Nachbarn erstversorgt. Beide Bewohner wurden mit Brandverletzungen in Kliniken gebracht, wo die schwerstbrandverletzte Patientin wenige Tage später verstarb.

Der Innenangriff wurde nach einem Maydayruf abgebrochen. Zwei Feuerwehrmänner (33 und 42), selbst erfahrene und besonnene Führungskräfte in der Stadtfeuerwehr, waren beim Versuch, im Obergeschoss des Hauses gegen die Flammen vorzugehen, mit der einstürzenden Holztreppe zum Obergeschoss in die Tiefe gestürzt. Die war offensichtlich schon so verbrannt, dass sie nach deren Ablöschen zwar betretbar war, aber offensichtlich keine Tragfähigkeit mehr aufwies. Die beiden Feuerwehrleute aus Kreuztal und Ferndorf erlitten diverse Prellungen, konnten sich aber selbstständig aus dem Brandhaus retten. Sie kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus, durften selbiges aber ebenso am gleichen Tag wieder verlassen.

Quelle: Feuerwehr Kreuztal

- Dachstuhlbrand - herabstürzende Teile - 1 Verletzter - Rettung durch Truppführer

(bl) Minden (NRW). Am Freitagabend gegen 20:38 wurden die Berufsfeuerwehr und die Löschgruppen Bölhorst und Dützen zu einem Brand eines Nebengebäudes an der Lübbecker Str. in Minden Dützen gerufen. Vor Ort brannte ein Garagengebäude mit Dachstuhl und ein angebautes Carport in voller Ausdehnung. Die Flammen drohten auf das ca. 2m angrenzende Wohnhaus überzugreifen. In dem Wohnhaus befand sich eine Bewohnerin die vom Rettungsdienst betreut wurde. Eine weitere Person galt als vermisst, weshalb die Einsatzkräfte zunächst davon ausgegangen sind dass sich die Person in dem brennenden Gebäude aufhalten könnte. Drei Trupps unter schwerem Atemschutz sind zur Personensuche in das brennende Gebäude vorgegangen. Bei dem Versuch das Gebäude im Obergeschoss über eine Außentreppe zu betreten, wurde ein Trupp der Feuerwehr von herabstürzenden Dachteilen erfasst. Ein Truppmann stürzte hierbei die Treppe herunter und verletzte sich im Rückenbereich. Der Truppführer rettete die verletzte Einsatzkraft aus dem Gefahrenbereich, und übergab ihn an den Rettungsdienst. Der verletzte Feuerwehrmann wurde in die Notaufnahmen des JWK gebracht.

Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass die vermeintlich vermisste Person bei den Nachbarn untergekommen war. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde über mehrere C-Rohre das Feuer gelöscht. Um effektiv an die Glutnester im Dachbereich zu gelangen, wurde auch Löschwasser über die Drehleiter abgegeben. Das Wohnhaus konnte durch eine Riegelstellung gesichert und im Anschluss an die Besitzer übergeben werden. Im weiteren Verlauf des Abends wurde die Einheit Stadtmitte zu Nachlöscharbeiten ebenfalls zur Einsatzstelle alarmiert, um einzelne wieder aufflammende Glutnester erneut abzulöschen. Insgesamt war die Feuerwehr Minden mit ca. 40 Einsatzkräften im Einsatz.

Quelle: Feuerwehr Minden