Unfälle durch fehlenden Atemschutz im Jahr 2019

(9 verletzte FA)

Hinweis: in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden. Daher kann es vorkommen, dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt.


- Verkehrsunfall - Austritt von Pflanzenschutzmittel - 8 verletzte FA

(reb) Ergoldsbach (BY). Nach einem technischen Defekt kippte ein landwirtschaftliches Gespann um, worauf aus dem Anhänger ein Pflanzenschutzmittel auslieft. Das Gemisch wurde in offene Behälter gepumpt, um eine Umweltgefährdung zu verhindern. Die dabei eingesetzten Kräfte trugen keinen Atemschutz. Gegen Abend klagten 8 FA über Atemprobleme, Übelkeit sowie starke Augen- und Hautreizungen. Alle wurden ins Krankenhaus gebracht, 6 davon in eine Spezial-Augenklinik.

Ursache waren Dämpfe, die sich an der Einsatzstelle gebildet haben. Darauf wurde die gesamte Einsatzstelle unter Atemschutz nochmals gereinigt. Insgesamt 30 Einsatzkräfte wurden an der Einsatzstelle dekontaminiert und anschließend über mehrere Stunden regelmäßig von Ärzten untersucht. Die eingesetzte Einsatzkleidung und die Atemschutzgeräte wurden von einer Fachfirma gereinigt. Die Einsatzfahrzeuge wurden noch am Abend unter Vollschutz gereinigt. Warum auf den Einsatz von Atemschutz verzichtet wurde muss noch geklärt werden.

Quelle: Feuerwehrmagazin

- Kleintransporter in Flammen - Atemgifte - ein verletzter FA

(ks) Heusweiler (Saarland). Am Freitagnachmittag (26.August 2019) war eine Baufirma mit Arbeiten vor dem neuen Gerätehaus der Feuerwehr in der Saarbrücker Straße in Heusweiler beschäftigt. Der Auftrag: Die Einfahrt zum Gerätehaus neu asphaltieren.

Während der Maßnahmen stellten die Arbeiter einen Mercedes Sprinter direkt vor dem Gebäude ab. Dann allerdings nahm das Unglück seinen Lauf: Flammen schlugen plötzlich aus dem Baustellenfahrzeug. Da es den Arbeitern nicht mehr gelang, den Sprinter wegzufahren, wurde die Feuerwehr zum eigenen Gerätehaus alarmiert.

Wehrführer Christian Ziegler erklärte, dass insgesamt 31 Feuerwehrkräfte im Einsatz waren. Diese konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Zudem gelang es den Helfern, Schlimmeres zu verhindern: In dem brennenden Fahrzeug befanden sich nämlich mehrere Gasflaschen und ein Benzinkanister. Die Löschtrupps konnten das Gefahrgut rechtzeitig aus dem Wagen holen und in sicherer Entfernung abkühlen.

Ein Feuerwehrmann erlitt bei dem Einsatz leichte Verletzungen durch Rauchgas; ins Krankenhaus musste er nicht. Die übrigen Helfer und auch die Arbeiter blieben unverletzt.

Zur Brandursache hat die Polizei bereits erste Ermittlungen aufgenommen. 

Quelle: www.sol.de - Aktuelle Nachrichten Saarland